TRÄNEN

Grzegorz Strumyks Roman erweckt jene Wirklichkeit zum Leben, der wir gerade nicht so gerne Tag für Tag begegnen wollen: Er zeigt die von der Gesellschaft Ausgeschlossenen. Zwei Penner, ein Mann und eine Frau, leben in einer verlassenen Lagerhalle. Selten nehmen sie fremde Hilfe an, bewahren sich jedoch in ihrer Vereinsamung und ihrem Elend Wärme und Einfühlsamkeit gegenüber sich selbst und einem herrenlosen Hund, der sie auf ihren Wanderungen durch die Welt begleitet. Dies sind nicht nur im gesellschaftlichen Sinne Obdachlose: ihr Schicksal zeugt von einer tieferen Einsamkeit des Menschen. Das Dasein der beiden Helden beschreibt der Autor feinfühlig, indem er Realismus mit einer poetischen Vision verbindet. Strumyk schreibt von einer Obdachlosigkeit, die eine Grunderfahrung menschlicher Existenz ist. Der Roman Tränen erhielt die Auszeichnung der Stiftung für Kultur (Warschau).

Tränen ist eine schöne, weise Parabel über das menschliche Schicksal, die ohne große Worte auskommt – Kammerspiel und gleichzeitig Drama. (Anna Nasiłowska)

Ohne Zweifel ist dies im Moment eines der subtilsten Bücher. (Edyta Wnuk)