Bibliographie:

Gedichte:
  • Konventionen (Konwencje), 1957.
  • Der Mann mit dem Habichtkopf (Człowiek z głową jastrzębia), 1960.
  • Metaphysik (Metafizyka), 1963.
  • Anatomie (Anatomia), 1970.
  • Was ist eine Drossel (Co to jest drozd), 1973.
  • Thema regium, 1978.
  • Ausgewählte Gedichte (Poezje wybrane), Warszawa: Ludowa Spółdzielnia Wydawnicza 1981.
  • Mandelstamstrasse (Ulica Mandelsztama), 1983.
  • Ordons Grab (Mogiła Ordona), 1984.
  • Mein posthumes Werk (Moje dzieło pośmiertne), Kraków: Znak, 1993.
  • Unklares Zeichen, halbtotes Märchen (Znak niejasny, baśń półżywa), Warszawa: Państwowy Instytut Wydawniczy 1999.
  • Sonnenuntergang über Milanówek (Zachód słońca nad Milanówkiem), Warszawa: Sic! 2002
  • Do widzenia gawrony, Warszawa: Sic!, 2006.
  • Essayistische Werke:
  • Was ist Klassizismus (Czym jest klasycyzm), 1967.
  • Diverse Gedanken über Gärten (Myśli różne o ogrodach), 1968.
  • Aleksander Fredro ist schlecht gelaunt (Aleksander Fredro jest w złym humorze), 1977.
  • Juliusz Słowacki fragt nach der Uhrzeit (Juliusz Słowacki pyta o godzinę), Warszawa: Czytelnik, 1982.
  • Der Großfürst (Wielki Książę), Warszawa: PIW, 1983.
  • Samogit (Żmut), Warszawa: Warszawa: NOWA, 1987.
  • Baket, Warszawa: Warszawa: NOWA, 1989.
  • Einige Details (Kilka szczegółów), Kraków: Arcana, 1994.
  • Nach Snowie und weiter (Do Snowia i dalej), Kraków: Arcana, 1996.
  • Leśmian. Enzyklopädie (Leśmian. Encyklopedia, Warszawa: Sic!, 2001.
  • Słowacki. Enzyklopädie (Słowacki. Encyklopedia), Warszawa: Sic!, 2004.
  • Wieszanie, Warszawa: Sic!, 2007.
  • Kinderszenen, Warszawa: Sic!, 2008
  • Myśli różne o ogrodach, Warszawa: Sic!, 2010
        Romane:
  • Polnische Gespräche im Sommer 1983 (Rozmowy polskie latem 1983), 1984.
  • Umschlagplatz, 1988.
  • Komödien:
  • Der Faschingskönig (Król Mięsopust), 1970.
  • Die Entführung Europas (Porwanie Europy), 1971.
  • Die Liebenden der Hölle (Kochankowie piekła), 1972.
  • Die himmlischen Zwillinge (Niebiańskie bliźnięta), 1973.
  • Die Ulanen (Ułani), 1975.
  • Der Hof an der Narew (Dwór nad Narwią), 1979.
Übersetzungen:

Deutsch:
  • Umschlagplatz. Berlin: Rowohlt, 1993.
  • Polnische Gespräche im Sommer 1983. Frankfurt a. M.: Suhrmkamp,1986.
Französisch:
  • La Derni re gare (Umschlagplatz). Paris: Robert Laffont, 1989.
  • Conversations au bord du lac. Un éte 1983 en Pologne. Paris, 1983.

Rymkiewicz Jarosław Marek

geb. 1935 in Warschau. Literaturkritiker und -historiker, Essayist, Dichter, Dramatiker, Übersetzer (hauptsächlich englische und amerikanische Poesie: T.S.Eliot, W.H.Auden, W.Stevens sowie spanische: F.G.Lorca, P.Calderon). Studierte polnische Philologie an der Universität in Lodz, heute tätig als Professor am Institut für Literaturwissenschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau. Mitautor einer Enzyklopädie zum Leben und Werk Adam Mickiewiczs (Mickiewicz. Eine Enzyklopädie). Lebt in Warschau. Rymkiewicz gehört zu den Vertretern und Theoretikern des Neoklassizismus in der polnischen Literatur, einer Strömung, die an die antike Tradition im weitesten Sinne und ihre Fortsetzung in der modernen Kunst anknüpft. Sein literarisches Credo formulierte Rymkiewicz in einer Skizzensammlung aus dem Jahr 1967: Was ist Klassizismus. Die Grundlage seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist die Überzeugung, dass Kunst und Kultur eine Ganzheit, ein Kontinuum bilden (antike und moderne Werke funktionieren nebeneinander); er schöpft aus den Archetypen, Topoi und Mythen der mediterranen Kultur. Er stellt die romantische Vorstellungswelt, die Mythen und Stereotype der Romantik in Frage – mit Ausnahme von zwei Bänden aus den 80-er Jahren, in denen Rymkiewicz an die romantische Tradition und die patriotische Lyrik anknüpft. Die wichtigste Inspirationsquelle für den Dichter ist der Barock, vor allem die metaphysische und frömmlerische Dichtung, die ihren besten Ausdruck in den Gedichten von Priester Joseph Baka fand. Rymkiewicz interessiert das geistige Leben, vor allem seine über den Tod hinaus gehende, „jenseitige“ Dimension, dies erklärt die zahlreichen makabren und dämonischen Motive, die übrigens sehr nüchtern und nicht ohne einen gewissen Humor behandelt werden. Der Tod und der Verfall bilden ein thema regium, dem der Dichter unzählige Variationen und Kontrapunkte widmet. Ein weiteres, in Rymkiewiczs Werken allgegenwärtiges Thema, ist die Musik, die als ein unübertroffenes Ideal gesehen wird, das der Welt der reinen Essenz am nächsten ist. Oft führt der Dichter einen Dialog mit der philosophischen Tradition, wobei sein „Lieblingswidersacher“ Edmund Husserl ist. Ein formales Merkmal der Dichtung Jarosław Marek Rymkiewiczs ist der paarig gereimte Dreizehnsilbler – ein Versmaß, das mit Vorliebe sowohl von polnischen Barockdichtern als auch von Adam Mickiewicz verwendet wurde. In seiner Prosa beschreibt Rymkiewicz die Stimmung unter den polnischen Intellektuellen in der Zeit nach dem Ende des Kriegsrechts (Polnische Gespräche im Sommer 1983), oder schildert eine besonders dramatische Episode der Liquidierung des Warschauer Gettos im Zweiten Weltkrieg (Umschlagplatz). Wie ein faszinierender Roman liest sich auch sein Zyklus mit dem Titel Wie die märchenhaften Kraniche (eingeleitet mit dem Band Samogit), der Adam Mickiewicz, der Stadt Wilna und seinen Einwohnern aus dem 19. Jahrhundert gewidmet ist. Meine grundlegende Frage lautet also folgendermaßen: ist es die Geschichte, die den Menschen formt, sind es die historischen Umstände, die bestimmen, wer man ist und was man hinterlässt? Oder - umgekehrt - ist es der Mensch selbst, der ungeachtet der Geschichte und dessen, was sie ihm antut, die Dinge hervorbringt, die er hervorbringen muss? äußerst interessant sind auch die essayistisch-narrativen Werke, deren Stoff die Biographien Juliusz Słowackis und Aleksander Fredros sind, und vor allem eine eigenartige „Enzyklopädie“, ein umfangreiches Kompendium zum Leben und Werk Bolesław Leśmians, in dem sich wissenschaftliche Gründlichkeit mit einer sehr subjektiven, oft kontroversen persönlichen Einstellung vereint.

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2008 wird das Buchinstitut mit einem Gemeinschaftsstand an folgenden Buchmessen vertreten sein: Paris (14.-19. März 2008), Bologna (31 März - 3 April 2008), London (14.-16. April 2008), Beijing (September 2008), Barcelona (Oktober...

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